Im Frühjahr 2007 wurde von Heinz Hibbeln die Idee einer Vereinigung für Unternehmen entwickelt, die schnell und unkonventionell helfen sollte, wenn z.B. ein Kind schwer krank wird und zusätzliche Hilfe nötig wird oder wenn Menschen unverschuldet in große Not geraten. Das war einer der Ur-Gedanken des heutigen Freundeskreis sozial engagierter Unternehmer e.V.
  

Viele Gründe sprechen für eine Handwerks-Ausbildung

21. März 2022

Das Autohaus Hansmann im Industriepark Kassel hat als eine der ersten Firmen die Zusage gegeben, beim geplanten 'Ausbildungs-Pool' aktiv zu werden. Die Ausbildung junger Menschen ist in den letzten Jahren vollkommen aus dem Ruder gelaufen, weil viele Eltern möchten, das ihr Kind studiert. Die Realität sieht nach dem Forschungsbefund der Hochschulen aber anders aus. Über 30 Prozent der Studierenden brechen im zweiten Semester schon das Studium ab und in den MINT-Fächern sind es weit über 40 Prozent. Woran liegt das???

Es gibt Aussagen, das man zu wenig weiß über die Herausforderungen eines Studiums und - dass das Erreichen des Abiturs als Voraussetzung zu leicht geworden ist? Demgegenüber wird eine Handwerksausbildung in den Medien mit allerlei negativen Bewertungen wie 'schwere oder schmutzige Arbeit' belastet. Beide Aussagen gehören seit vielen Jahren in das Reich der Phantasie, denn schwere Arbeiten werden mit Mechanik oder Maschinen erledigt. Und ölverschmierte Hände und Arme in einer Autowerkstatt??? Wer die Realität aber richtig einschätzt wird leicht erkennen, das gerade eine Ausbildung im Handwerk den jungen Menschen die größten Zukunftsaussichten bietet. Es ist also höchste Zeit, umzudenken – für uns, für unsere Kinder und für unsere Zukunftsfähigkeit.

Es geht also nicht nur darum, wie lange man auf einen Handwerker warten muss, sondern fehlende Fachkräfte können uns alle treffen bei der Bewältigung von Klimaschutz, bei der Digitalisierung, der Modernisierung unserer Infrastruktur, beim Wohnungsbau und bei unserer Ernährung durch die Landwirtschaft. Um diese Aufgaben anzugehen, brauchen wir Fachkräfte, die Ideen praktisch umsetzen können. Eine große Anzahl ausgebildeter Handwerker bedeutet für uns die Sicherung unserer Zukunft und des Wohlstandes. Wir brauchen also Menschen, die diese Aufgaben in die Hand nehmen und das sind unsere Handwerker. Keine andere Ausbildung bietet jungen Menschen so viele Möglichkeiten . Das Handwerk liegt ja auch in unserer Natur. Damit beginnen wir schon in unserer Kindheit durch unser Spielverhalten. Wir malen, basteln, tüfteln und probieren vieles aus. Das hat nicht nur mit dem Kopf, sondern auch mit den Händen etwas zu tun, wie im Handwerk, wo Kopf und Hände gefordert sind. Nur diese Kombination ermöglicht es, besondere Leistungen zu erbringen. Es ist daher höchste Zeit, umzudenken, damit Kinder ihre Interessen und Stärken wieder frei entfalten können, das ihre manuellen wie geistigen Fähigkeiten gleichermaßen gefördert werden.

hansmann jasmin baumbachDazu Jasmin Baumbach, die beim Autohaus Hansmann mit den Marken Mazda und Citroen gelernt hat und dort als Mechatronikerin tätig ist: "Früher bedeutete unsere Arbeit viel mit Schrauben an der Mechanik und damit auch Schmutz an den Händen. Heute benutzen wir für die Inspektion eines Autos integrierte, mechanische, elektronische und digitale Systeme. Als Kfz-Mechatronikerin kenne ich mich daher nicht nur mit dem aus, was den Wagen antreibt, sondern auch mit Bordcomputern, Anti-Blockier-Systemen (ABS), Antriebs-Schlupf-Regelungen (ASR) oder elektronisch geregelten Fahrstabilitäts-Programmen (ESP). Mein Beruf ist daher unglaublich vielseitig. Dieses Multitasking zeichnet uns Frauen doch besonders aus."

Der 'Freundeskreis' wird in Zusammenarbeit mit dem 'Netzwerk Industriepark Kassel' u.a. jungen Menschen helfen und diese fördern auf den Weg in eine zukunftssichere Zukunft. Dafür haben wir die Projekte 'Ausbildungs-Pool' und 'Ausbildungs-Börse' entwickelt.

Heinz Hibbeln, 1. Vorsitzender


Bild: KFZ-Mechatronikerin Jasmin Baumbach überprüft hier die Technik eines Mazda MX-5. Das Autohaus Hansmann vertritt die Marken Mazda und Citroen und bildet zur Zeit drei junge Menschen aus.


Bürgermeister von Lohfelden besucht den 'Freundeskreis'

24. Februar 2022

Der Lohfeldener Bürgermeister Uwe Jäger hat sich von Beginn seiner Amtszeit an für unsere Projekte für Kinder interessiert, diese unterstützt und persönlich begleitet. Dieser gute Kontakt zum Rathaus gehört für mich als Vorsitzender schon zur Tradition, denn seit Jahrzehnten wird das Rathaus über alle Aktivitäten informiert. Zwischen Politik und Verwaltung gab und gibt es immer einen offenen Dialog und darum noch nie irgendwelche Differenzen. Der Bürgermeister hatte seinen Besuch angekündigt, um sich über die aktuellen und geplanten Aktivitäten des Vereins zu informieren und sagte dazu: "Ich bin immer wieder beeindruckt, wie dieser Verein seit seinem Bestehen hier in der Region die sozialen Einrichtungen unterstützt und vor allem, das er stetig neue Projekte für Kinder und Jugendliche entwickelt."Besondere Bedeutung misst er unserem 'Selbstbehauptungs-Training' bei. Hier kennt er die Erfolge und auch die Begeisterterung der Kinder, weil er schon oft dabei war und meint:
"Es ist geradezu beeindruckend, wie toll die Kinder bei diesem Training mitmachen. Es ist sicher auch für jene besonders wichtig, die in den letzten Jahren durch Zuwanderung aus anderen sozialen Gesellschaften zu uns gekommen sind. Diese Kinder können ja nicht ad hoc in unser Gesellschaftssystem integriert werden und brauchen verstärkt Unterstützung. Durch dieses Training erfahren sie viele Strukturen unserer Gesellschaft und können sich dann besser integrieren. Dieses Training wird aber auch für viele andere Kinder wichtig sein, die jetzt zusätzlich noch durch die Corona-Einschränkungen in ihrer Entwicklung gehemmt werden."

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Porträt des 1. Vorsitzenden Heinz Hibbeln in der HNA

23. Februar 2022

An der Wand im Büro von Heinz Hibbeln hängen viele Auszeichnungen für sein Ehrenamt und ein Bild von seinem Motorrad – einer Zündapp. „Damit bin ich schon zur DDR-Zeit durch
das Brandenburger Tor gefahren, als das verboten war“,
sagt Heinz Hibbeln.Der 83-Jährige probiert gerne Neues aus, dafür fährt er allerdings nicht mehr Berlin, stattdessen tüftelt er zuhause in seinem Büro in Lohfelden an neuen Ideen. Hier hält ihn sein Ehrenamt seit 15 Jahren auf Trab. Hibbeln ist Gründer des Vereins „Freundeskreis sozial engagierter Unternehmer“, der sich für andere Menschen  einsetzt.
Ein Porträt des 1. Vorsitzenden Heinz Hibbeln in der HNA von Kim Hornickel.

Hier direkt zum Porträt


Georg Wolf - unser Gründungsmitglied! Ein Porträt geschrieben von Heinz Hibbeln, 1. Vorsitzender

2. Februar 2022

Als es für mich galt, vor 15 Jahren ein Kuratorium zu bilden, das darüber entscheiden sollte, welche Projekte wir unterstützen, war Georg Wolf, damals aktiver Motorradfahrer und Inhaber der bekannten Firma WOKI als erfolgreicher Unternehmer von Beginn an dabei. Wolf hatte als Obermeister der Kfz-Innung in vielen Jahren diverse Erfahrungen gesammelt, die sich im nachhinein für den 'Freundeskreis' als sehr praxisgerecht und nützlich erwiesen haben. Bei den Vorbereitungen damals im Rathaus fanden seine seine präzisen Vorschläge und Gedankengänge daher große Beachtung.
Als dann in der Endphase der Besprechungen von ihm die konkrete Forderung kam: "Wir müssen dem Ganzen richtige Strukturen geben", hat fast keiner der Teilnehmer ihm widersprechen können. Sein Vorschlag hat sich in den Jahren unseres Wirkens also bestens bewährt.

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Resumee 2021 - 14 Jahre aktiv für das Gemeinwohl

3. Dezember 2021

Vor 34 Jahren wurde in Lohfelden die Keimzelle sozialer Aktivitäten gelegt, indem die Hilfsorganisationen von Lohfelden und Söhrewald aktiv unterstützt wurden. Dazu wurden sie als
beitragsfreie Mitgliedern in den Gewerbeverein aufgenommen, der erst ein Jahr zuvor gegründet war. Es sollte auch ein Dank sein für deren Einsatz, wenn andere Menschen in Not geraten.

In der Folgezeit konnten zahlreiche Wünsche erfüllt werden. Auch so profane Dinge wie der Kauf von Baskenmützen. Dazu Karl Brüdegam, damals Boss der Feuerwehr Söhrewald: "Bei Übungen in der kühlen Jahreszeit schwitzen die Kameraden unter dem Helm. Danach können sie sich leicht erkälten. Solch ein Teil in der Tasche kann das verhindern." Danach gab es zwei Kommandos:
'Wasser marsch' und 'Helm ab - Mütze auf'.
Dieses soziale Engagement sollte 1977 massiv ausgebaut werden und fand keine Resonanz. Nur namhafte Firmen und der ehemalige Bürgermeister Michael Reuter waren davon begeistert mit der Empfehlung: "Machen Sie es doch selbst!" Es wurde ein Kuratorium gebildet, das im Rathaus mit dem Bürgermeister an einem Konzept feilte. Dann stellte Georg Wolf (WOKI Kfz-Meisterbetrieb) die Forderung auf: "Wir müssen dem Ganzen richtige Strukturen geben." Er meinte damit die Gründung eines Vereins.
Vier Wochen später war der Verein unter dem Namen 'Freundeskreis sozial engagierter Unternehmer' beim Amtsgericht eingetragen und wurde vom Finanzamt als gemeinnützig tätig
anerkannt. Der Verein wird seither nicht nach üblichen Ritualen geführt. Es gibt keine Sitzungen, keine Beiträge - nur eine JHV. Alles erfolgt digital und Entscheidungen werden innerhalb von 12 - 24 Stunden getroffen.
Das ursprüngliche Ziel, vordringlich Kindern zu helfen sowie soziale Einrichtungen zu unterstützen, gilt bis heute und wurde massiv ausgebaut. Allein für Kinder hat der Verein bis Anfang 2020 diverse Mittel in Höhe von 46.519,00 € zur Verfügung gestellt.
Das soziale Engagement von Unternehmen in der Region hat durch die Aktivitäten und der Koordination des 'Freundeskreis' eine große Entwicklung genommen, wodurch die Mitglieder über
ihre rechtlichen Pflichten hinaus einen großen gesellschaftlichen Beitrag für das Gemeinwohl geleistet haben.
Durch die Kooperationen mit dem 'Deutschen Kinderschutzbund', der 'Johanniter Organisation' und der Bildung eines 'Ausbildungs-Pools' im Industriepark haben wir uns ganz neue Perspektiven geschaffen.
Heinz Hibbeln, 1. Vorsitzender
Bild: Vorstand
BU: Auf der Jahreshauptversammlung wurde Friseurmeisterin Nadine Stegmann einstimmig
als Mentorin auf die Ebene des Vorstandes gewählt

vorstand 2021


Kinder in die Zukunft begleiten "Freundeskreis sozial engagierter Unternehmer" unterstützt mit frühem Coaching

21. November 2021

Coaching für Erwachsene, um sie für neue Herausforderungen im Berufsleben oder Sport fit zu machen - das ist längst Standard. Auch Kinder können diese Begleitung gebrauchen, um fit fürs Leben zu werden. Deshalb hat der 'Freundeskreis sozial engagierter Unternehmer' das Projekt 'Coaching für Kinder' ins Leben gerufen, das die Kasseler Sparkasse mit 8000 Euro unterstützt.
"Durch Gespräche mit Pädagogen wissen wir, dass die Probleme der Kinder in dieser Zeit groß sind", erläutert Vereinsvorsitzender Heinz Hibbeln aus Lohfelden.
Das beträfe vor allem Kinder aus benachteiligten Familien, die dem Druck der Gesellschaft immer stärker und hilfloser ausgesetzt seien. Um dieser Entwicklung zu begegnen, hat der Verein mit der EWTO Akademie Stieler in Kassel das Coaching-Projekt entwickelt, das vor allem Kindern, die in ökonomisch und emotional prekären Verhältnissen aufwachsen, auf dem Weg in die
Zukunft begleiten soll.
21 10 spende sparkasse"Sie erfahren keine emotionale Sicherheit, Geborgenheit und Anerkennung", resümiert Hibbeln. Hier soll das Coaching, das in Zusammenarbeit mit Grundschulen und anderen Einrichtungen angeboten wird, helfen - um etwa Ängsten und mangelndem Selbstvertrauen zu begeg, Stress zu minimieren, Durchhaltevermögen zu fördern, Motivation zu stärken, Potentiale zu erkennen und nutzen. Dieses Engagement für Kinder in der Region ist nur durch Spenden möglich. Hibbeln freut sich deshalb, dass Harald Kühlborn, Pressesprecher des Landkreises Kassel, ihm die Tür zur Kasseler Sparkasse geöffnet hat, die den vierstelligen Betrag aus dem PS-Los-Zweckertrag beisteuert. "Wir unterstützen gerne Projekte für Kinder, die unsere Zukunft sind", sagt Pressesprecherin Katrin Westphal.
Der 'Freundeskreis sozial engagierter Unternehmer' wurde 2007 gegründet und hat aktuell über 400 Mitglieder im Landkreis Kassel. Seit der Gründung wurden gut 81000 Euro in Sach- und Geldspenden für Schulen, Vereine und Hilfsorganisationen bereitgestellt. Allein 46000 Euro gingen an Projekte für Kinder.
Unterstützt werden etwa Jugendliche auf dem Weg in den Beruf oder Grundschulkinder mit einem Selbstbehauptungstraining. Ziel ist es auch, schnell und unkonventionell zu helfen, zum Beispiel wenn ein Kind schwer krank wird oder Menschen unverschuldet in Not geraten sind.

BU: Machen sich für das Coaching-Projekt stark: (von links) Heinz Hibbeln vom 'Freundeskreis sozial engagierter Unternehmer', Katrin Westphal von der Kasseler Sparkasse, die 8000 Euro spendete, und Harald Kühlborn vom Landkreis Kassel.
Text und Foto: Helga Kristina Kothe