10. Dezember 2020

Aufgrund des bevorstehenden Brexit können sich (erhebliche) steuerliche Folgen für Unternehmen ergeben, sofern sie Liefer- und Leistungsbeziehungen zu Großbritannien unterhalten oder über Tochter- bzw. Holdinggesellschaften oder Betriebsstätten in Großbritannien verfügen. Die Brexit-Übergangsphase endet mit dem 31.12.2020 und es ist immer noch nicht absehbar, ob Großbritannien und die EU sich auf ein Handelsabkommen einigen können. Unternehmen, die sich bisher noch nicht genauer mit den steuerlichen Folgen eines „No-Deal-Brexit“ befasst haben, sollten dies spätestens jetzt tun. Insbesondere zu beachten ist:

• welche Auswirkungen der Brexit auf das Doppelbesteuerungsabkommen zwischen dem Vereinigten Königreich und Deutschland hat,
• welche Auswirkungen sich aus dem Wegfall der sog. „Mutter-Tochter-Richtlinie“, die lediglich innerhalb der EU-Staaten gilt,
  ergeben; insb. auf bestehende Lizenz- und Zinsvereinbarungen sowie auf Dividendenzahlungen aus oder nach Großbritannien,
• welche zollrechtlichen Folgen der Brexit hat,
• welche umsatzsteuerlichen Konsequenzen sich ergeben, insb. im Hinblick auf die Rechnungsstellung und die Änderungen
  bei den Buch- und Belegnachweisen für umsatzsteuerfreie Lieferungen (denn ab dem 01.01.2021 gilt Großbritannien als umsatzsteuerliches Drittland).

Wer  hierzu noch Informationsbedarf hat kann sich gerne über das Außenwirtschaftsforum, ein Partner-Netzwerk des Netzwerks Industriepark Kassel, informieren.

Zu weiteren Informationen und den Ansprechpartnern gelangen sie hier