Der Brexit ist da - wichtige Informationen für Unternehmen

11. Januar 2021

Am 24. Dezember 2020 haben sich die Unterhändler der Europäischen Union und des Vereinigten Königreiches auf einen Vertragsentwurf zum Austritt aus dem EU-Binnenmarkt geeinigt. Das britische Unterhaus hat den Freihandelsvertrag mit großer Mehrheit angenommen, die Akzeptanz des Oberhauses gilt als sicher. Damit kann das Vertragswerk ab dem 1. Januar 2021 vorläufig bis zum 28. Februar 2021 angewendet werden. Die Zustimmung der EU-Staats- und Regierungschefs und der Parlamente steht noch aus. Der jetzt vorliegende Vertragstext ist daher noch nicht endgültig. In einer Veröffentlichung stellt die IHK Kassel-Marburg die wesentlichen Punkte des Abkommens in einer Kurzübersicht vor.

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Die steuerlichen Folgen eines No-Deal-Brexit

10. Dezember 2020

Aufgrund des bevorstehenden Brexit können sich (erhebliche) steuerliche Folgen für Unternehmen ergeben, sofern sie Liefer- und Leistungsbeziehungen zu Großbritannien unterhalten oder über Tochter- bzw. Holdinggesellschaften oder Betriebsstätten in Großbritannien verfügen. Die Brexit-Übergangsphase endet mit dem 31.12.2020 und es ist immer noch nicht absehbar, ob Großbritannien und die EU sich auf ein Handelsabkommen einigen können. Unternehmen, die sich bisher noch nicht genauer mit den steuerlichen Folgen eines „No-Deal-Brexit“ befasst haben, sollten dies spätestens jetzt tun. Insbesondere zu beachten ist:

• welche Auswirkungen der Brexit auf das Doppelbesteuerungsabkommen zwischen dem Vereinigten Königreich und Deutschland hat,
• welche Auswirkungen sich aus dem Wegfall der sog. „Mutter-Tochter-Richtlinie“, die lediglich innerhalb der EU-Staaten gilt,
  ergeben; insb. auf bestehende Lizenz- und Zinsvereinbarungen sowie auf Dividendenzahlungen aus oder nach Großbritannien,
• welche zollrechtlichen Folgen der Brexit hat,
• welche umsatzsteuerlichen Konsequenzen sich ergeben, insb. im Hinblick auf die Rechnungsstellung und die Änderungen
  bei den Buch- und Belegnachweisen für umsatzsteuerfreie Lieferungen (denn ab dem 01.01.2021 gilt Großbritannien als umsatzsteuerliches Drittland).

Wer  hierzu noch Informationsbedarf hat kann sich gerne über das Außenwirtschaftsforum, ein Partner-Netzwerk des Netzwerks Industriepark Kassel, informieren.

Zu weiteren Informationen und den Ansprechpartnern gelangen sie hier